Narbenschmerzen

Viele Patienten klagen über sogenannte Narbenschmerzen. Das sind Beschwerden, die besonders im Bereich von Operationsnarben oder Verletzungsnarben auftreten können. Unter Narbenschmerzen versteht man jedoch nicht die Schmerzen, die unmittelbar nach der Operation oder Verletzung folgen. Diese sind normalerweise Bestandteil des natürlichen Heilungsprozesses. Narbenschmerzen dagegen treten in der Regel erst nach Abschluß der normalen Wundheilung auf, manchmal sogar erst Jahre nach dem traumatischen Ereignis, das die Narbe verursachte.
Narbenschmerzen können ständig auftreten und sich als dumpfes Pochen oder Ziehen äußern.
Bei anderen Patienten treten sie nur gelegentlich auf, besonders bei bevorstehenden Wetterumschwüngen (Wetterfühligkeit).
Sie können sich aber auch als Jucken, Kribbeln, Brennen oder Taubheit äußern und ernsthaftes Missbehagen, wie z.B. plötzliches oder dauerhaftes stromartiges Einschießen in den Narbenbereich, verursachen.

Als Komplikationen können Einschränkungen in der Beweglichkeit von Gelenken oder starke Wulstbildungen (sog. Keloide) auftreten, die unbedingt behandelt werden sollten.

Was sollte der Patient tun?

Es empfiehlt sich, auf jeden Fall einen erfahrenen Arzt aufzusuchen und sich gründlich untersuchen zu lassen. Wenn nichts unternommen wird, können die Schmerzen schnell chronisch werden und auf andere Körperteile ausstrahlen. Um das schmerzende Körperteil zu entlasten, nimmt der Patient häufig eine Schonhaltung ein, die ihrerseits wiederum zu Schulterschmerzen, Rückenschmerzen und anderen Beschwerden führen kann. Die Schulmedizin kennt bis heute noch nicht die genauen Ursachen von Narbenschmerzen. Es wird vermutet, dass es unter gewissen Umständen zu einer Art Kurzschluss zwischen verschiedenen Nervenfasern kommen kann, wodurch das Schmerzgefühl entsteht.

Wie kann man Narbenschmerzen behandeln?

Leichte Narbenstörungen frischer Narben werden durch Salben möglichst natürlicher, t.w. aber auch kortisonhaltiger Inhaltsstoffe behandelt.
Treten jedoch größere dauerhafte Probleme auf, die die Patienten dauerhaft einschränken, ist eine intensivere Therapie notwendig.

Die Neuraltherapie kann Abhilfe schaffen

Hier kommt die Therapie mit örtlichen Betäubungsmitteln (sog. Lokalanästhetika) zum Einsatz. Die Naturheilkunde kennt diese Therapie als Neuraltherapie.
Hierbei kommt es im Gegensatz zur Schulmedizin nicht auf die Länge der Betäubungszeit an sich, sondern auf die durchblutungsfördernde und die Überaktivität im Narbengewebe normalisierende Wirkung des Betäubungsmittels an. So kann es schrittweise zu einer Verringerung der Symptome bis zur kompletten Beruhigung des Narbengewebes kommen.

Der Patient sollte sich vom behandelnden Arzt beraten lassen, welche Therapie und welche Mittel am besten geeignet sind. Die Behandlung mittels Lokalanästhetika gehört in die Hände eines erfahrenen Schmerz- oder Neuraltherapeuten. Wichtig ist vor allem, dass möglichst schnell gehandelt wird, ehe die Schmerzen chronisch werden können. Die frühzeitige Behandlung erhöht die Erfolgsaussichten erheblich. Schmerztabletten sollten nur in Ausnahmefällen und kurzfristig eingesetzt werden, da sie zahlreiche Nebenwirkungen haben, die den Körper schädigen.

Lassen Sie sich in unserer Praxis beraten. Wir freuen uns auf Sie.

Narben als Störfeld

Nicht selten kommt es zu Störungen im Bereich von Kaiserschnitt- oder Blinddarm-Operationsnarben (so wie hier beides im Bild).
Wird der Hosenbund als zu eng empfunden oder kommt es nach der Operation zu Beschwerden wie Kopfschmerzen,Verdauungsstörungen, Zyklusunregelmäßigkeiten oder anderen unklaren Symptomen, so kann eine Narbe schuld daran sein.

Die Neuraltherapie versucht dann durch die Entstörung der Narbe Abhilfe zu schaffen.

Narbenschmerzen

Typischer Fall einer Narbenstörung (Keloid, überschießende Bildung von Narbengewebe), die häufig Beschmerden in Form von Mißempfindungen, Taubheitsgefühl, Stechen, Wetterfühligkeit oder stromschlagartigen Empfindungen verursacht.

Hier kann die Neuraltherapie Abhilfe schaffen.