Sodbrennen

Beim Sodbrennen wird ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein empfunden, der sich zwischen oberem Bauchbereich und Hals unangenehm bemerkbar machen kann. Unmittelbare Ursache ist das Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre und zuweilen sogar in den Rachen- und Mundbereich.

Wenn sie dauerhaft unter Sodbrennen leiden, so gehen Sie unbedingt zu Ihrem Hausarzt, um dieses Symptom sorgfältig abklären zu lassen!

Die Ursachen des Sodbrennens

Die Gründe für Sodbrennen sind vielfältig: Sodbrennen tritt verstärkt nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln auf, die eine erhöhte Produktion von Magensäure bewirken. Dazu gehören u. a. mit Kohlensäure versetzte Getränke, Kaffee, Zitrusfrüchte, Äpfel und Süßigkeiten. Auch nach einer würzigen, sauren, fetten oder besonders umfangreichen Mahlzeit stellt sich häufiger Sodbrennen ein. Ferner können Alkohol und Nikotin Sodbrennen auslösen, da diese Stoffe zu einem Erschlaffen des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre führen. Zu schnelles Essen und emotionale Belastungen können ebenfalls eine Ursache des Sodbrennens darstellen.
Daneben vermag ein Reizmagen Sodbrennen auszulösen. Bei einem Reizmagen liegt eine Störung in der Magenmuskulatur vor, die dann entweder unkoordinierte oder zu träge Bewegungen ausführt. In diesem Fall ist es möglich, dass ein Teil des Mageninhalts mitsamt Magensäure in die Speiseröhre zurückgelangt.
Nicht zuletzt können krankhafte Veränderungen der Bauspeicheldrüse, der Gallenblase, des Magens (Magengeschwür), der Speiseröhre (eventuelle Ausbuchtungen) oder des Zwerchfells (Zwerchfellbruch) verantwortlich für das Sodbrennen sein. Bestimmte Medikamente sowie Übergewicht ergänzen den langen Katalog möglicher Ursachen.
Während des letzten Schwangerschaftsdrittels erleiden Frauen häufig Sodbrennen. Für das Sodbrennen in der Schwangerschaft ist ein Hormon (Progesteron) verantwortlich, welches muskelentspannend wirkt. Der den Magen zur Speiseröhre abschließende Muskel hält die Magensäure daher nicht immer vollständig zurück, zumal das Kind zunehmend auf den Magen drückt. Das Sodbrennen während der Schwangerschaft gehört also zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden.

Was hilft gegen Sodbrennen?

Vor jeder Behandlung ist eine sorgfältige Abklärung der Ursachen von Sodbrennen nötig. Denn aus dem Symptom kann nicht auf die Schwere der Erkrankung, geschweige denn auf seine Ursache geschlossen werden. Da länger anhaltendes Sodbrennen ein Risikofaktor für Krebsentstehung ist und aufgrund verschiedenster Erkrankungen eine schulmedizinische Behandlung unumgänglich sein könnte, ist in solchen Fällen immer eine Magenspiegelung erforderlich.
Liegt keine schwere Erkrankung vor, so sollte wie bei anderen Beschwerden auch, zunächst auf Naturheilverfahren zurückgegriffen werden, bevor chemisch-pharmazeutische Produkte zum Einsatz kommen. Allerdings ist ein Rückgriff auf die Schulmedizin erforderlich, wenn den Beschwerden auf dem Weg der „sanften“ Naturmedizin nicht beizukommen ist.
Entscheidend für die Auswahl der therapeutischen Maßnahmen ist eine gründliche Analyse der Beschwerdeursachen unter Berücksichtigung der Schwere des Sodbrennens. Bei nur leichten Beschwerden genügen häufig kleinere Umstellungen der Ernährung: Ein gezielter Verzicht auf eventuell das Sodbrennen auslösende Nahrungsmittel oder eine Anpassung bisher zu umfangreicher, scharfer oder fettiger Mahlzeiten beseitigt möglicherweise bereits die Symptome.
Pflanzliche Arzneien, die die Vorwärtsbewegung des Magen-Darm-Trakts unterstützen, helfen ebenso wie ein Säureausgleich mit Heilerde, Basentabs oder Baseninfusionen. Auch regulierende Therapien wie Akupunktur oder Neuraltherapie helfen, die Schließfunktion des Mageneingangspförtners zu normalisieren. So kann die mittlerweile unverhältnismäßig häufig eingesetzte Einnahme der sogenannten Säureblocker oft vermieden werden.

Beim Sodbrennen in der Schwangerschaft hilft eine Höherlagerung des Oberkörpers beim Liegen, eine bewusst langsame Nahrungsaufnahme sowie der Verzehr von Nahrungsmitteln wie Vollkornbrot, Haferflocken und Reiswaffeln, die eine Neutralisierung der Magensäure bewirken.

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